Artikel 09./10.2018

Liebe Geschwister,
während ich an diesem Boten schreibe, herrschen Außentemperaturen von 25 °C. Und das um 21:00 Uhr. Von den Temperaturen tagsüber möchte ich gar nicht reden. Wir stöhnen unter dieser großen Hitze und wünschen uns alle Abkühlung. Dabei vergessen wir nur allzu schnell, dass es auch wieder andere Zeiten geben wird, wo wir dann wieder stöhnen: zu kalt oder zu nass. Und schnell ist dann auch der Schuldige ausgemacht: Gott macht das Wetter und er könnte sich etwas besser darum kümmern.

Dabei kann es Gott doch keinem Recht machen, denn wir sind einfach zu verschieden. Wo der eine von angenehmen Temperaturen redet, fängt ein Anderer schon zu frieren an. Was mich bei all diesen Anstrengungen aber beruhigt ist, dass es mit Sicherheit nicht bei dieser Hitze bleiben wird. Denn wir haben Gottes Zusage: 1. Mose 8, 22 „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Gott hat diesen Wechsel bestimmt. Und dieser Wechsel kann je nach Standort auf der Erde ganz unterschiedlich ausfallen. Es gibt Orte, wo es über einige Tage hinweg keine Nacht oder keinen Tag gibt. Und es gibt Orte, wo es immer heiß oder immer kalt ist. Aber selbst dort gibt es Unterschiede zwischen Tag und Nacht.

All das ist so, weil es Gott sich so ausgedacht hat. Weil er es uns so zugesagt hat. Aber gleichzeitig hat er uns auch eine Verantwortung für seine Schöpfung gegeben. Wenn wir in letzter Zeit von Extrem zu Extrem schlingern, dann auch deswegen, weil wir unserer Verantwortung nicht nachkommen.

Gott hat uns zu Verwaltern und nicht zu Herren seiner Schöpfung gemacht. Ein Verwalter hat aber die Aufgabe zu bewahren. Wir können alle etwas dazu beitragen, wenn wir wollen. Wir meinen nur oftmals, dass wir ja nur Einzelne sind. Doch gerade unser Beispiel kann andere Menschen anregen es uns gleich zu tun. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es schon kleine Dinge sein können.

In einer großen Stadt wie Berlin, haben wir viele Möglichkeiten und in kleineren Orten gibt es andere Möglichkeiten mit unserem Verhalten die Schöpfung zu bewahren. Es kommt auf uns an, ob wir die Rolle, die uns Gott zugedacht hat, auch erfüllen wollen. Wenn jeder ein Stück dazu beiträgt, können wir vieles bewirken. Wir müssen nur wollen.

Gott steht zu seiner Zusage: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Euer Detlef