Artikel 01./02.2018

Die Offenbarung des Johannes nähert sich ihrem Ende. Und er sieht, wie ein neues Jerusalem vom Himmel herab kommt. Und der auf dem Thron sitzt spricht: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21, 6

Eine wunderbare Stadt, so beschreibt sie jedenfalls Johannes. Und vom Thron Gottes und des Lammes fließt ein Strom lebendigen Wassers. Wer in der Stadt wohnt, darf von ihm trinken. Es wird zu unserem Leben im ewigen Jerusalem dazugehören, dass Gott uns versorgt. Er versorgt uns mit allem, was wir brauchen. Und er tut das, ohne etwas dafür zu verlangen.

Es soll ja Leute geben, die feiern Silvester „feucht-fröhlich“. Damit ist aber nicht das Wetter gemeint, sondern das Trinken. Da passt die Jahreslosung für 2018 nur auf den ersten Blick. OK, die Losung hat ebenfalls mit dem Trinken zu tun. Aber: Es geht um Wasser. Und nicht, wie bei „feucht-fröhlich“, um Alkohol.

Aber zum Jahr 2018 passt die Jahreslosung auch nicht so ganz: Sie ist nämlich Zukunfts-Musik. Oder denkt ihr, dass der Durst der Menschheit und der Schöpfung noch in 2018 gelöscht wird? Aus der Quelle des lebendigen Wassers? Würde mich wundern … Die Jahreslosung steht im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, und dort im vorletzen Kapitel. Also: Das „Happy End“ am Ende der Zeiten. Das „neue Jerusalem“, ein neuer Himmel, eine neue Erde. Man weiß ja nie, aber: Ist für 2018 noch nicht so richtig in Sicht, finde ich.

Doch wie ist das nun mit dem Wasser und dem Durst? Wann waren wir denn das letzte Mal so richtig durstig. Wer sich mit Wasser begnügt, für den ist der nächste Wasserhahn doch selten weit entfernt. Ist die Losung also nur etwas für Durstige. Wenn ja, dann haben wir ein paar Hürden vor uns.
Wir müssen den Durst wieder entdecken. Durst auf ein Leben mit Gott, der uns versorgt.

Zu dem Entdecken gehört auch sich einzugestehen, dass wir durstig sind und dass wir jemanden brauchen, der diesen Durst stillen kann. Es ist nicht leicht, zu sagen ich bin bedürftig.

Wir bekommen das Wasser umsonst. Kein, ich habe es mir verdient. Dabei wollen wir doch ein Anrecht auf solch ein Wasser haben. Aber womit sollten wir dieses Wasser verdient haben.

Und wir bekommen nur Wasser, keine Cola oder vielleicht andere schmeckende Getränke. Wer häufig andere Getränke geniesst, dem mag Wasser banal erscheinen. Dabei vergessen wir nur zu häufig, dass das auch nur gefärbtes und mit Geschmack versehehenes Wasser ist. Sogar wir selbst bestehen zu 70% aus Wasser.

Machen wir uns 2018 auf den Weg, diese Quelle in Jesus zu entdecken. Lassen wir uns vom Durst leiten. Meistens löscht das einfache klare Wasser den Durst viel besser als irgendein anderes Getränk. Um glücklich zu werden, braucht es nur wenig.

Ich wünsche uns für 2018 Durst auf ein Leben mit Gott.

Euer Detlef