Artikel 09./10.2008

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Prediger 3,1

Liebe Geschwister im Herrn, liebe Freunde!

Wer ein wenig verfolgt hat, was in der letzten Zeit im Friedensheim los war, der durfte miterleben, dass wir als Gemeinde bereits das 50. Jubiläum feiern durften. Irgendwie eine lange Zeit – und doch wieder nicht, wenn man sich mit den ganz großen Kirchen vergleicht…

 

Es war ein sehr schönes Wochenende für uns und wir haben es irgendwie alle genießen können. Trotz aller Mühen war das möglich. Selbst ein paar Dinge, die sicherlich nicht so funktioniert haben, wie die Planung es vorgesehen hatte. Ich möchte an dieser Stelle unserem Vater im Himmel, unserem Schöpfer dafür die ganze Ehre geben. Er allein hat uns damit über alle Maßen beschenkt.

Nach so einer schönen Zeit und den bereits auch schon vergangenen Sommerferien, die viele von uns mit Urlaub außerhalb des heimischen Wohnbereichs verbracht haben, hat uns nun der Alltag wieder eingeholt oder er tut es gerade. So ist der Lauf der Dinge.

Der ausgesuchte Bibelvers – und auch die folgenden in Prediger 3 – gibt einem mitunter das Gefühl einer Chancenlosigkeit. Es ist ja sowieso nicht zu ändern, alles kommt irgendwann wieder. Man hat das Gefühlt, dass man sowieso nichts bewirken kann.

Aber darum geht es hier gar nicht. Er will uns an dieser Stelle nur daran erinnern, dass die Arbeit im Reich Gottes weiter geht. Das Feiern bei uns, anlässlich des 50. Jubiläums, hatte seine Zeit. Das war gut. Und nun heißt es wieder da zu sein für die Menschen, die Gott suchen. Wir dürfen weiter am Reich Gottes bauen. Der Vater im Himmel möchte, dass wir ihm in rechter Weise dienen. Jeder an dem Platz, wo Gott ihn hingestellt hat (vielleicht muss auch der eine oder andere noch darum ringen, welches sein Platz des Dienens im Reich Gottes ist).

Jetzt ist die Zeit des Weitergehens dran. Wir dürfen inne halten, aber wir dürfen nicht stehen bleiben. Es ist die Zeit des weiteren Vorangehens.

Es gab während des Jubiläums viele gute Gespräche. Mit Menschen, die man lange nicht gesehen hatte. Mit anderen, die einem noch nie begegnet waren. Mit wieder anderen, die dem Friedensheim eher skeptisch gegenüber standen. Andere wiederum hatten die Chance seelische Verletzungen  aufzuarbeiten. Gott will jeden heilen, wenn wir es denn zulassen. Und Gott möchte die Menschen retten.

Gott sehnt sich danach mit uns Menschen Gemeinschaft zu haben. Gott möchte, dass wir uns in seinen Dienst stellen. Sind wir dazu bereit, jetzt weiter zu gehen? Gott hat uns Teenager geschickt, die sich bei uns wohl fühlen. Es gibt weitere Anfragen über Zusammenarbeit mit Menschen aus der  Nachbarschaft. Auch das ist in meinen Augen ganz klar Gottes Wirken. Entscheidend für unsere Weiterentwicklung ist es, was wir nun daraus machen. Nehmen wir den Auftrag Gottes an? Da, wo sich Menschen für den Dienst in Gottes Hand begeben, da lässt er sie nicht allein. Unser Vater im Himmel stellt sich dazu. Er gibt die notwendige Kraft. Da, wo wir manchmal sagen möchten: „Das schaffe ich nicht mehr, das geht zu weit“, ist es wichtig zu fragen, was Gott gerade für uns bereithält. Vielleicht möchte Gott, dass gerade du jetzt noch einen Zahn zulegst und ihm jetzt dienst…

Wir haben uns sicherlich alle erholen können in den letzten Wochen. Nun können wir mit neuem Mut an die weitere Arbeit gehen. Alles hat seine Zeit. Sicherlich ist es eine sehr menschliche Verhaltensweise, dass man nach dem Feiern eigentlich gar nicht mehr arbeiten möchte. Aber irgendwann wäre  einem das Feiern sicherlich auch zu viel. Und die nächste Feier macht auch viel mehr Freude, wenn man zwischendurch wieder gearbeitet hat. Das sind alles Weisheiten, die ich schon als Kind gehört habe, aber die heute noch ihre Geltung haben.

Wenn man es schafft ein wenig von dem Glück, das uns beim Jubiläum begleitet hat, mitzunehmen in den Alltag, dann weiß man wofür sich das Mühen lohnt.

Ich wünsche allen Lesern – nah und fern – Gottes reichen Segen.

Herzlichst euer Unterschrift Andreas