Artikel 05./06.2009

Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth. Haggai 2,9

Liebe Geschwister im Herrn, liebe Freunde!

Obiger Vers ist der Losungstext für den 1. Mai in diesem Jahr.

Wenn man in Berlin lebt, ist der 1. Mai seit Jahren etwas Besonderes. Leider nicht im positiven Sinn. Meist sind doch die Ereignisse von diesem Tag eher  erschütternd; es bedrückt, wenn man die Gewalttaten sieht, die dann ans Licht kommen.

Seit Jahren gibt es aber unter den Christen Menschen, die dafür beten, dass diese Gewalt aufhört und dass Gott eingreift. Es ist gut zu wissen, dass dieses Jahr die Christen – organisiert durch Gemeinsam für Berlin – den freien Tag nutz(t)en für einen Gottesdienst bzw. Gebetstreffen.

Zwar bezieht sich der Vers ursprünglich auf das Volk Israel, sein Land und die damit verbundenen Probleme, aber auch in unsere Situation hinein möchte uns der Herr diesen Frieden zusprechen. Die Stadt Berlin und die Welt im Allgemeinen wird immer gewaltbereiter und es wird im Normalfall nicht besser mit der Zeit.

Wir Christen tragen die Verantwortung für diese Stadt und für unseren Stadtteil (Lankwitz). Deshalb ist es gut, wenn Menschen, die Jesus im Herzen tragen, auch an derartigen Veranstaltungen teilnehmen; aber vor allen Dingen ist es auch wichtig für mehr Frieden in unserer Umgebung zu beten.

Nun mag der eine oder andere denken, dass wir ja in Frieden miteinander leben. Ja, das mag äußerlich so sein. Wir leben glücklicherweise in einem Land, in dem es nicht notwendig ist zu jeder Zeit mit Angst aus dem Haus zu gehen, weil man eventuell von einer Kugel getroffen wird. Aber wir haben auch häufig Stress mit Menschen, die uns umgeben. Der andere macht nicht das, was ich mir gerade vorstelle oder reagiert genervt auf etwas, was ich sage. Unsere Reaktion ist dann oft nicht die Friedfertigste.

Ich bin mir sicher, dass Jesus genau das zu uns sagt: „Ich will Frieden unter euch schaffen.“ Jesus möchte, dass wir im Glauben nicht Kompromisse eingehen, die uns von Gott wegbringen. Aber er möchte, dass wir um Frieden mit den Mitmenschen, mit den Nachbarn, mit den Arbeitskollegen bemüht sind. Jesus möchte, dass wir für diesen Frieden einstehen.

Unser Gebet für die Nachbarschaft, für die Jugend, für die Arbeitskollegen, für die Mitschüler, für Menschen, die uns umgeben, die aber Jesus noch nicht in ihrem Herzen tragen, ist daher wichtig und wir dürfen einander ermutigen am beständigen Gebet dran zu bleiben. Lasst uns für sie danken. Lasst uns friedliche Gedanken für sie haben. Wenn uns jemand Böses getan hat, dann lasst uns ihm in Frieden begegnen.

Mit Jesu Kreuzigung ist der Friede von Gott zu den Menschen wahr geworden. Durch den heiligen Geist haben wir einen Fürsprecher vor Gott. Lasst uns deshalb den Frieden, mit dem Gott uns begegnet, auch an die Menschen weitergeben, die Gott noch nicht kennen.

Ich bin gespannt, wie Gott unsere Umwelt verändern wird, wenn wir betend um Frieden bemüht handeln. Das gilt natürlich für unsere nächste persönliche Umgebung, wo wir vielleicht am ehesten etwas merken werden. Aber auch für unseren Bezirk und für unsere Stadt und für unser Land.

Herzlichst euer Unterschrift Andreas