Artikel 11./12.2009

Liebe Geschwister im Herrn, liebe Freunde!

Es ist schon erstaunlich, wie weit im Voraus man manchmal denken muss. Kann sich jemand unter den Lesern vorstellen, dass in wenigen Wochen wieder Weihnachten ist? Wenn Sie/ihr diese Zeilen lest (ob als gedruckte Version oder im Internet), sind die Tage wieder um einiges kürzer als die Nächte. Es entsteht der Eindruck einer gewissen Endlichkeit. Und das ist auch so. Das Kirchenjahr geht zu Ende. Und auch wenn wir, als Friedensheim, nicht zu den Landeskirchen gehörend, sondern als eine Freikirche frei sind auch mal etwas ganz Neues zu probieren, so schließen wir uns doch in vielem dem kirchlichen Jahresverlauf an.

Aber nach diesem Ende (des Kirchenjahres) kommt ein neuer Anfang. Es beginnt das neue Kirchenjahr. Wir gedenken erneut in der Adventszeit des Kommens des Herrn auf diese unsere Erde. Es ist zwar schon viele Jahre her, dass Jesus für unsere Schuld auf die Erde kam; dennoch ist es gut seiner zu gedenken.

Nun möchte ich mal gar nicht so sehr darauf eingehen, was es bedeutet, dass genau in dieser Zeit auch die Geschäfte kräftig mit der Werbetrommel aktiv sind und uns alles Mögliche zum Kaufen anbieten und damit am wahren Ziel vorbei agieren.

Es geht mir an dieser Stelle darum, deutlich zu machen, was es für uns Christen bedeutet, dass Jesus auf die Erde kam. Gott, der Vater, schickte seinen geliebten Sohn zu uns, damit er seinen Auftrag hier erfüllte. Gott wurde klein für uns.

Jesus selbst war sich nicht zu schade für meine und Ihre/eure Schuld ein ganz normaler Mensch zu werden.

Was mit der Geburt Jesu geschah ist nur der Anfang des Heils, das im Tod am Kreuz und in der Auferstehung seine Vollendung fand. Auch wir stehen immer wieder – in gewisser Form – am Anfang. Es ist immer wieder eine neue Entscheidung, ob, bzw. dass ich mit dem Herrn leben will. Jeden Tag neu dürfen wir unserem Vater im Himmel bekennen, dass wir ihn lieben und ehren wollen und dass wir unsere Entscheidungen des Alltags seinem Willen unterordnen.

Sind wir von dem ergriffen, was Jesus für uns getan hat? Hat uns die Freude seiner Wärme für uns, seiner Liebe zu uns erreicht? Wenn ja, dann lasst uns doch andere einladen mitzukommen auf dieser Reise, die letzten Endes in einem Leben in der Ewigkeit mündet. Wir dürfen bewusst die Menschen sehen, die hungrig und durstig sind. Die Menschen, die in der Kälte (wörtlich gemeint und auch im übertragenen Sinn) leben und nichts von Jesus wissen (wollen).

Jesus ist für jeden gekommen. Er möchte, dass alle gerettet werden. Diese Zusage gilt für alle, die an ihn glauben. Jeder, so sagt es Jesus selber, der an ihn (Jesus) glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern gerettet werden. Vielleicht spricht es Sie/dich an, wenn Sie/du diese Zeilen lesen/liest. Als  Nachfolger Jesu stehen wir in der Verantwortung ein Zeugnis für diejenigen zu sein, die noch nicht gerettet sind.

Wenn wir von der Freude, die mit der Rettung einhergeht, ergriffen sind, dann lasst uns dieses in der Welt auch bezeugen. Gerade in der Adventszeit, die für manche sehr deprimierend sein kann, weil sie alleine sind auf dieser Welt.

Herzlichst Ihr/euer Unterschrift Andreas