Artikel 05./06.2010

Liebe Friedensheim Gemeinde,

Im  2.Timotheusbrief 1,3-8 ermutigt Paulus seinen jungen Zögling und neu eingesetzten Pastor einer Weltstadtgemeinde in Ephesus! Gerade der Name Ephesus lässt es dem Paulus heiß und kalt über den Rücken laufen, denn er erinnert sich der schweren, gewalttätigen Auseinandersetzung mit der wütenden Meute im Stadium von Ephesus, angestachelt von Demetrius, dem Goldschmied und seinen Lügen in Ephesus.

Diese Stadt hatte den fragwürdigen Ruf, eines der antiken sieben Weltwunder zu beherbergen. Der Tempel mit dem Bildnis der Göttin Artemis (angeblich vom Himmel gefallen), geweiht der Ausschweifung und der zügellosen Sexualität und freien Liebe. Ausgerechnet hier setzt Paulus seinen jungen kleinstädter Zögling Timotheus als Jungpastor und Gemeindeleiter ein.

Zunächst erinnert er Timotheus daran, dass in seiner Familie, bei seiner Großmutter und Mutter zugleich, schon früh der lebendige Glaube an Christus Wurzel gefasst und, dass er von seiner frühsten Kindheit Umgang mit den Heiligen Schriften hatte. Er erinnert Timotheus an diese festen Anker eines festen Christusglaubens, der allen Weltstadtversuchungen und Verfolgungen trotzt und standhält. Es ist die Kraft des herrlichen Evangeliums, die durch Jesu Tod und Auferstehung in uns hinein verwurzelt ist, und dass keine Macht der Welt uns von dieser Kraft Gottes zu entwurzeln vermag!

Goethe sagte einmal, dass Eltern ihren Kindern zwei wichtige Dinge mit auf den Lebensweg geben sollten; nämlich WURZELN und FLÜGEL.

Wurzeln zeigen uns, woher wir gekommen sind, welche genethischen, physischen und psychischen Fingerabdrücke wir mit auf den Weg bekamen. Durch unsere Wiedergeburt in das Reich Gottes hinein, drückt Jesus sein Wesen, seine geistlichen Charakterzüge in unser menschliches Sein hinein.

Durch Ihn wissen wir, woher wir kommen und wem wir gehören. Er beteuert es mit den Worten: Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der KRAFT, der LIEBE und der gesunden VERNUNFT (von Jesus erlöste und durchleuchtete Vernunft).

Weiterhin gibt Paulus dem jungen Timotheus seine FLÜGEL, damit er nicht in Angst, Unsicherheit und Verzagtheit zugrunde geht oder sich einschüchtern lässt. (Leider gewöhnen wir uns allzu oft an unser Versagen, und haben nicht den Mut vorwärts zu denken und zu träumen.)

Paulus beflügelte Timotheus mit der Sicht, „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde, und dass sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen sollen“, und dass er „weiß an WEN er glaube, und gewiss sei, ER kann uns alle festhalten und bewahren (trotz Schwanken und Wanken) bis auf dem großen Tag seiner (Jesu) Erscheinung.

Liebe Geschwister, wir freuen uns in den nächsten Tagen doch endlich zu euch kommen zu können, nachdem die Wolken von Vulkanasche unsere Reise um 10 Tage verzögert haben. Wir freuen uns auf die Gemeinschaft mit euch und neue Diskussionen über Wurzeln und Flügel des Friedensheims und des Einzeln, damit wir gemeinsam unsere Wurzeln neu und tief in den fruchtbaren Boden des Evangeliums schlagen können, uns Gedanken machen über eine nähere Verbundenheit mit einer Gemeindekonferenz sowie uns neu beflügeln lassen, dorthin zu fliegen, wo der Herr Jesus uns und euch neue Türen öffnen will!

In diesem Sinne grüßen wir euch herzlichst bis zum baldigen Grüßen miteinander.

In Jesus verwurzelt, vom Heiligen Geist beflügelt, eure Geschwister Ludwig u. Mary Overholt