Artikel 05./06.2011

Liebe Freunde, liebe Geschwister!

Ich hoffe, ihr hattet alle gesegnete Ostern, doch Ostern ist nun vorbei. Und wenn Ostern vorbei ist, was soll dann der Ostergruß als Titel für diesen Boten, fragt sich sicherlich der eine oder die andere. Ja Ostern ist vorbei. Der Einzelhandel bereitet sich auf die nächste Verkaufsaktion vor und nur noch hier und dort sind verbilligt Reste von Osterwaren zu bekommen. Nicht mehr lange und wir werden bald schon wieder mit Weihnachten vom Einzelhandel gestresst.

 

Doch mal ehrlich, ist Ostern wirklich vorbei? Jesus ist auferstanden und das war es dann? Ich erinnere mich an den Ostermorgen, wo ich die Musik für den Gottesdienst zusammengestellt habe und nicht wusste, welche von den vielen tollen Liedern ich nehmen soll, weil ich alle so aufbauend und fröhlich stimmend fand. Die ganze Osterfreude spiegelte sich für mich in der Musik wieder. Manch einer freute sich sogar auf diesen Ostergruß, der bei uns seit einigen Jahren zur Begrüßung erklingt.

Der Herr ist auferstanden - Er ist wahrhaftig auferstanden!

Dieser Gruß der Christenheit ist Bekenntnis und Predigt zugleich. In diesem Gruß steckt das Evangelium von Jesus Christus, die Frohe Botschaft. Was heißt das? Da Jesus Christus auferstanden ist, hat er seine Worte zu Taten werden lassen. Die Prophezeiungen über den Messias Gottes sind in Jesus Christus erfüllt worden. Da ist kein Wort über die Geburt und den Tod des Messias falsch gewesen.

Und wenn alle diese Prophezeiungen schon in Erfüllung gegangen sind, dann werden auch die anderen Prophezeiungen, welche sich auf die Zeit der Wiederkunft des Herrn beziehen, ebenfalls in Erfüllung gehen. Ja alles wird so geschehen, wie es uns die Bibel sagt.

Doch was ist mit uns. Ist die Freude über die Auferstehung Jesu ebenfalls mit dem Osterfest vorbei? Leben wir unseren Alltag in dieser Freude? Ich merke, wie mich der Alltag wieder hat, wie die Freude über das Geschehen von Ostern wieder in den Hintergrund gedrängt wird.

Ich merke, wie der Stress der Arbeit und manche Sorge um Familie, Gemeinde oder andere Dinge wieder in den Vordergrund rücken. Dabei dürfen gerade wir als Christen von dieser Botschaft besonders profitieren. Der Herr ist auferstanden - das heißt für mich, dass ich mit ihm ebenfalls auferstehen werde. Das heißt für mich, dass ich seine Zusagen, Abladen der Lasten und alle diese Aussagen, annehmen kann und sicher sein darf, dass sie zutreffen, denn auch die anderen Aussagen sind eingetroffen.

Der Herr ist auferstanden - freuen wir uns denn über diese Botschaft, oder stehen wir eher wie die Jünger vor dem geöffneten Grab und können oder wollen es nicht glauben, was dort geschehen ist. Wenn wir uns freuen, dann merkt man mir/uns das selten an. Selbst beim Ostergruß kommt es mir so vor, als ob die Antwort eher gequält kommt. Der Herr ist auferstanden, ja richtig, er ist wahrhaftig auferstanden. Das Lächeln auf unserem Gesicht wirkt eingefroren und aufgemalt. Wieviel mehr würde ich mir, auch von mir selbst, darauf ein „Amen Bruder, du sagst es“ wünschen, bei dem die Freude aus allen Poren des Körpers strahlt. Die Botschaft von Ostern ist all denen ein Grund zur Freude, die an den Herrn glauben.

Der Herr ist auferstanden - dieser Ausruf darf und sollte mir auch den Rest des Jahres die Freude ins Herz geben. Das Bild auf dem Titel zeigt die Vorderseite der Gemeinde, in der ich zum Glauben gekommen bin. Wir haben diesen Blick aus dem leeren geöffneten Grab auf den Ostermorgen jeden Sonntag vor Augen gehabt. Manchmal fehlt mir dieser Ausblick, der mir immer wieder die Osterfreude vor Augen führt.

Der Herr ist auferstanden - Er ist wahrhaftig auferstanden!

Ich wünsche uns allen, dass wir das ganze Jahr über Freude an dieser Osterbotschaft haben.

Euer Unterschrift Detlef