Artikel 05./06.2013

Behandle deine Seele weiterhin gut

Liebe Leser des Boten,

Wir stecken wieder mitten im Jahr. Der Alltag hat uns zum Teil gut im Griff, sodass wir kaum erkennen können, wo es gerade langgeht. Aber manchmal dürfen wir auch das Gefühl genießen, dass wir den Alltag im Griff haben. Das tut dann wirklich gut!

Die ganzen Feiertage liegen hinter uns. Das Fest anlässlich Jesu Geburt liegt lange zurück. Das Fest der Auferstehung Jesu ist auch schon wieder vorbei. Der Winter, den wir schon Anfang März mal in Abschiedsstimmung wähnten, hat dann doch noch mal richtig zugeschlagen, sodass wir merken durften, dass er doch nicht so klein ist, wie er sich vielleicht in den letzten Jahren gerne mal gezeigt hatte. Manch einer war vielleicht schon geneigt statt Ostereier zu verstecken, den Adventskalender aus dem Schrank wieder hervorzuholen… Ich hoffe sehr, dass der Frühling, wenn ihr diesen Boten in den Händen haltet, bereits wirklich eingekehrt ist.

In Offenbarung 21,5a schreibt der Seher Johannes was er von Gott gehört hat: „Siehe, ich mache alles neu!“ Auch wenn sich das auf eine ganz spezielle Zeit bezieht, auf das Ende der Tage dieser Erde, so ist es doch auch für uns heute im Alltäglichen von Bedeutung und schon Wirklichkeit.

Wie oft straucheln wir in unserem Leben und scheinen am Ende unserer Kräfte zu sein. Wie oft wissen wir nicht mehr so recht weiter. Der Alltag hat uns doch wieder ziemlich fest im Griff und nicht umgekehrt. Was haben wir uns nicht alles am Anfang dieses Jahres vorgenommen, von dem nur wenig in Wahrheit umgesetzt werden konnte – warum auch immer! Da ist es doch ein Segenswort von Gott zu hören: „Ich mache alles neu!“

Unser Vater setzt immer wieder neu mit uns auf, wenn wir uns zu ihm hinwenden. Das Fallen ist nicht das wirkliche Problem. Wir sind keine perfekten Menschen. Wir sind voller Fehler und werden es aus eigener Kraft nicht schaffen. Aber unser Vater ist auf unserer Seite. ER will uns helfen. ER will uns wieder aufrichten. Das Fallen wird nur dann zum Problem, wenn wir in dem gefallenen Zustand verharren; wenn wir uns nicht von Jesus helfen lassen wollen. Aber wenn wir zu Jesus mit unserem/n Problem(en) gehen, dann wird er uns helfen. Wir dürfen dann neu durchstarten. ER macht dann alles neu.

Es ist wunderbar befreiend einfach das Fehlerhafte hinter sich zu lassen. Ich bin vor einigen Tagen von einer Kinderfreizeit zurückgekommen, auf der Beatriz und ich für die Kinder und Betreuer kochen durften. Es war wohltuend für die Seele mal etwas ganz anderes zu machen als den alltäglichen Bürostress. Ich konnte größtenteils mein Gehirn ausschalten – bzw. ich hatte es „ausgelagert“ auf Beatriz, die die Hauptverantwortung im Kochen hatte. Außerdem waren wir nicht ganz so stark online (mit dem Internet verbunden) wie zu Hause. Das bewirkte, dass ich mehr Zeit zum Lesen hatte und es auch – so mein Eindruck – ganz gut genutzt habe.

Ich möchte meine Seele gut behandeln. Das war auch das Motto der Januar/Februar-Ausgabe dieses Botens. Ich möchte mich nicht zumüllen mit allem möglichen Kram und am allerwenigsten mit Fernsehen. Ich merke, wie mir der Umgang mit diesem Medium nicht allzu gut gelingt. Gerne will ich lernen es sinnvoll zu nutzen und mich nicht von ihm verbrauchen lassen. Da ist es gut zu wissen, dass ich immer wieder zu Jesus kommen darf und er wird wieder alles neu machen. Den Grundstein dazu hat ER im Rahmen dieser Freizeit gelegt. Jetzt liegt es an mir was ich daraus auf Dauer mache.
Wie geht es dir damit? Hast du auch immer wieder den Eindruck, dass es etwas in deinem Leben gibt, wo ein Neuanfang notwendig geworden ist? Nicht das Straucheln und Stolpern ist das eigentliche Problem. Das dürfen wir und dadurch dürfen wir lernen. Gott arbeitet mit dir, an dir. Für ihn ist das kein Problem. Manchmal lässt er uns an Schwierigkeiten zerbrechen, damit wir wachsen. Wachstum entsteht immer durch Zellteilung. Es kann nur etwas Neues wachsen, wenn das Alte stirbt. Lass dich von Gott erneuern. Ordne dein Leben neu, wenn es (wieder mal) dran ist.

„Siehe, ich mache alles neu!“ sagt der HERR. Ich wünsche allen Lesern dazu den Segen des HERRn.