Artikel 01./02.2014

Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Liebe Geschwister,

Die Jahreslosung redet vom Glück. Was ist das eigentlich? Ist nicht jeder seines eigenen Glückes Schmied. Im Internet findet man zum Thema die Homepage der IchSelbstAG. Durch die Kraft der eigenen Persönlichkeit und eine viertägigen Klausurtagung kann man lernen, das eigene Glück in die Hand zu nehmen. Liebe Geschwister, solche Worte versprechen viel, aber können sie es auch einlösen? Hier wird mit unseren Sehnsüchten gespielt und der einzig glückliche wird der Anbieter dieser teuren Tagungen sein.

Aber glücklich wollen wir alle sein. Doch was ist Glück?

Das hebräische Wort für Glück, das im Alten Testament benutzt wird ist „ha tow“. Es bedeutet zunächst einmal das Gute oder auch das Angenehme, das den Sinnen gefällt. Glücklich ist also jemand, der angenehme Dinge erlebt, der es sich gut gehen lassen kann. Jemand, der Dinge genießen kann.
In diesem Sinn, bin ich sicherlich meines eigenen Glückes Schmied. Denn es liegt an mir, ob ich mich auf die schönen Dinge meines Lebens konzentrieren kann. Sie mir wieder in Erinnerung rufe. Oder ob ich nur das Schlechte in meinem Leben sehe.

Ha tow bedeutet aber auch das Nützliche, das Fruchtbare, das Reichliche und das, was Gott wohl gefällt. Der Mensch ist glücklich zu nennen, den Gott mit einem erfüllten Leben gesegnet hat.

Doch in unserer Zeit verbinden immer weniger Menschen Glück mit Gott. Hat Gott für das Glück ausgedient? Wenn man manch einen Christen sieht oder denjenigen, der sich so nennt, kann man zu der Ansicht gelangen, dass man als Christ nicht glücklich ist. Weder Körpersprache noch die Worte zeugen davon, dass man als Christ glücklich sein kann. Da wird eine Flappe gezogen, nur von den schlechten Dingen berichtet, die einem passieren, und über alles und jeden hergezogen. Nein, als solch ein Christ ist man bestimmt nicht glücklich. Aber unser Leben sollte ausstrahlen, dass wir in Gott alles haben und in ihm unser Glück ist, weil wir uns ihm nahen dürfen. Gott nahe zu sein, was kann es Besseres geben. Ihn, den Schöpfer, und seinen Sohn, den Retter, und den Geist, unseren Helfer, erleben zu dürfen, das ist wahres Glück. Und als Christ haben wir das Vorrecht, dies jederzeit zu können. Kann es etwas Besseres geben?

Ich denke nicht. Also lasst uns diese Möglichkeiten nutzen und so in Gottes Gegenwart unseres eigenen Glückes Schmied zu werden.
Ich wünsche uns allen ein gesegnetes und somit vor allem glückliches Neues Jahr.

Unterschrift Detlef Schinkel