Artikel 03./04.2014

Begeistertes, großzügiges Geben

Jemand hat einmal gesagt: „Ich bin immer begeistert wenn Kinder Gottes sich entschließen, den Zehnten in die Kasse des Herrn zu legen. Aber der Zehnte ist nur der Anfang unserer Wiedererstattung.“

Alles, was wir uns erworben haben kommt letzten Endes vom Herrn. Wie viele haben schon gesagt: „Ich lernte erst recht meine Gesundheit so zu schätzen, nachdem ich sie verloren hatte.“ Meine Gesundheit habe ich meinem Herrn zu verdanken. Meine Gesundheit erlaubt es mir, zu arbeiten und meinen Lebensunterhalt aufzubauen. Dann kann ich anfangen, von meinem Erworbenen dem Herrn etwas zurückzugeben.

Wer den Zehnten gibt, fängt erst so recht an, großzügig zu geben. Das kann man früh im Leben anfangen, dann kann es zu einer guten Angewohnheit werden.

Als Kinder fangen wir an, unsere Zähne zu bürsten. Das wird dann zu einer guten Gewohnheit. Aber diese Gewohnheit ist nicht das einzige Ziel einer guten Mundpflege. Dazu gehört schon mehr als nur gedankenloses Zähne bürsten. Wir gehen zu unserem Zahnarzt und lassen unsere Zähne behandeln. So ähnlich ist es mit dem Geben unseres Zehnten. Das ist eine gute erste Angewohnheit, aber es bleibt nicht nur dabei.

Wir sehen die Nöte um uns herum und auch weltweit und der Herr wird uns davon überzeugen, dass wir noch mehr von dem was wir von Ihm erhalten haben weitergeben können. Der Herr fordert uns auf, ihn zu prüfen, ob er nicht viel mehr zurückgeben wird, wenn wir ihn im Gebet ernst nehmen.

Wir lesen in Maleachi wo der Herr zu den Israeliten spricht (Kap. 3, Verse 8-18). Dieser Rat von unserem Herrn wurde nicht im Neuen Testament aufgehoben. Er gilt auch uns. Diesem Text nach ist der Zehnte der Anfang unseres Gebens. Er ist mit dem Zähne bürsten zu vergleichen. Er ist ein guter Anfang, und es ist interessant was der Herr darauf sagt (Vers 10): „Bringt mir den Zehnten unverkürzt in mein Haus, damit in meinem Haus Vorrat sei. Erprobt mich doch darin, spricht der Herr der Heerscharen: Ich öffne euch die Fenster des Himmels und schütte ein Übermaß von Segen über euch aus.“ Des Herrn Schaufel ist immer größer als unsere Schippe. Er wird immer mehr zurückgeben als wir ihm zur Verfügung stellen.

Der Herr sagt sogar, dass je mehr wir ins Reich Gottes geben, desto mehr wird Er uns zurückgeben in Form von verschiedenen Arten von Segen. Gläubige nehmen diese Verheißung ernst und richten ihr Leben danach ein.

Das östliche Frasertal von British Columbia wird öfters als „Bibelgürtel“ betrachtet, weil es da so viele Evangelische Gemeinden verschiedener Richtungen gibt. Die meisten der Menschen dort sind wöchentlich in den Gottesdiensten. Nach Regierungsstatistiken sind diese Gläubigen an der Spitze der ehrenamtlichen Betätigungen. Finanziell geben sie mehr als 4-mal so viel für Wohltätigkeitsprojekte aus als der Durchschnitt für alle Kanadier ist. Viele von ihnen fangen mit dem Zähne bürsten an und gehen zur völligen Mundpflege weiter. Und der Herr segnet. Er öffnet die Fenster des Himmels und schüttet ein Übermaß von Segen über solche Geber aus. Der Herr scheint den Segen erst recht nach dem Zehnten auszustreuen.

Viele fangen mit unregelmäßigem Geben an. Wenn dann mal am Sonntagmorgen ein Zwanziger oder sogar ein Fünfziger in der Tasche auftaucht, dann stecken sie ihn in die Kollekte. Meistens aber senden sie den Teller weiter, ohne etwas hineinzulegen.

Regelmäßige Geber legen den Zehnten hinein und beten darum was mit den 90% zu tun ist. Wenn sie dann die Not in ihrer Umgebung und weltweit in den täglichen Nachrichten sehen, dann geht’s an die nächsten 10%.

Aber das ist noch nicht alles. Der Herr wird weiter durch seinen Geist an den Herzen arbeiten. Er wird uns daran erinnern, dass unsere Zeit hier auf Erden in seiner Hand liegt und dass wir auch mit ihr weise umgehen müssen. Wir können auch einen Teil unserer Zeit wöchentlich in seinen Dienst stellen. Das kann in der Gemeinde geschehen oder auch im Dienste unseres Nächsten, im Zusammenhang mit den Nachbarn oder in der Landesgemeinde.

Dasselbe betrifft auch unsere Gaben und Talente, die der Herr einem jeden von uns geschenkt hat. Wir können einen Teil davon in den Dienst des Herrn stellen. Wir können jemanden trösten, der oder die durch Umstände total niedergeschlagen ist. Wir können unsere Gaben in der Gemeinde anwenden, in der Kinderarbeit, in der Jungschar, in der Jugend, unter den jungen Erwachsenen, den Alleinstehenden und unter den Senioren.

Manche von Euch tun ja das.

Wenn wir unsere Finanzen, unsere Zeit und unsere Gaben in seinen Dienst stellen, dann werden wir erkennen, dass unser jetziges Leben nicht nur uns gehört, sondern auch dem Herrn.

Paulus spricht davon in Galater 2,20 „So lebe ich nicht mehr mit meinem eigenen Ich, sondern Christus lebt in mir. Den Rest des Lebens will ich verbringen im Glauben an den Sohn Gottes.“

… Fortsetzung folgt