Artikel 11./12.2015

Gott mit uns

„Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen“, was übersetzt ist: Gott mit uns. Matthäus 1, 23

 

Wenn ein Jahr sich dem Ende entgegenneigt, kann man im Rückblick manches an Bewegung und Veränderung entdecken. Unser Land, unsere Stadt, unser persönliches Umfeld, wir selbst und auch unsere Gemeinde sind nicht mehr genau so wie noch im Januar. Manches scheint bedrohlich, anderes ungewiß. Flüchtlingsmassen und Terrorangst, Krankheit, Leid und Unsicherheit - wie schnell können die Stützen unseres Lebens wegbrechen.

Ich denke an Ursel, die im letzten Jahr zum Herrn gegangen ist oder an Geschwister, die schon seit einiger Zeit wegen Krankheit nicht kommen können. Wie zerbrechlich ist doch ein Mensch und wie schnell können sich die Dinge radikal verändern. Da wird schnell der Ruf nach dem Fels in der Brandung und dem Anker in rauher See laut. Wie oft klammert der Mensch sich dann an falsche Stützen und rettet sich auf trügerisches Ufer. Die ganze Welt ruft nach Halt und Schutz und auch am Ende dieses Jahres antwortet ihr Gott wie schon seit über 2000 Jahren:

IMMANUEL - Gott mit uns! Immer noch scheint das Licht in der Finsternis, immer noch steht der Fels in der Brandung und immer noch heißt es: Gott mit uns, für uns, bei uns und in uns! Wer die Augen öffnet, kann auch am Weihnachtsfest dieses Jahres mit dem greisen Simeon jubeln: „Meine Augen haben dein Heil gesehen!“ Mit dem Geschenk seines Sohnes Jesus schenkt Gott Schutz, Geborgenheit, Rettung und Halt in einer haltlosen Welt. Was immer uns erschrecken mag, in Betlehem hat Gott sein Ende verkündigt und auf Golgatha besiegelt. Wessen Augen das Heil Gottes gesehen haben, dessen Sicht der Welt muss nicht mehr von Angst geprägt sein.

IMMANUEL - dieses Wort gilt für alle Zeiten. Lasst uns das doch gerade in dieser Adventszeit immer wieder einander sagen. Dann werden wir einander Lichter in unseren Herzen anzünden. So wird uns warm und so können wir denen leuchten, die Gottes Heil noch nicht gesehen haben. So werden wir auch als Gemeinde ein Licht in der Dunkelheit, ein Heim des Friedens, eine „Immanuelgemeinde“.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht euch

Euer Detlef